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latest piece for a little challenge about “wonderland vs…

17-May-12


latest piece for a little challenge about “wonderland vs neverland”

go Alice!

Carlos Fuentes (1928–2012)

16-May-12
Der große mexikanische Romancier Carlos Fuentes ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Fuentes, der sich als kosmopolitischen Intellektuellen verstand und dabei das in »kosmopolitisch« steckende Wörtchen »politisch« nicht vernachlässigte, hat bedeutende Beiträge zur lateinamerikanischen Phantastik geleistet (u.a. im Erzählungsband Unheimliche Gesellschaft dokumentiert, der Fuentes’ inoffizielles Dracula-Sequel »Vlad« enthält).

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Plan A. Oder B. Vielleicht C? … D?

16-May-12
Die Sache ist die: ein laaanges Wochenende steht vor der Tür, und ich wollte endlich mal auf den Zirbitzkogel rauf. Ich weiß noch vom vorigen Jahr - Mitte Mai ist wettermäßig noch ein bißchen... tricky.

Aber! Dass es jetzt gleich die Berge noch mal einschneien muss, und zwar bis auf unter 900m(!), das hätte doch wirklich nicht sein müssen. Klar, das ist jetzt keine dicke Schneedecke, und morgen wird's schon wärmer und es soll in den nächsten Tagen auch trocken bleiben. Trotzdem. "In Bergnot geraten" steht auf meinem Wunschzettel eigentlich nicht drauf.
In der Hoffnung, dass sich das Wetter wirklich bessert, werde ich also Freitag oder Samstag das Schicksal herausfordern und schauen, wie weit ich komme. Zur Not hab' ich ja noch Plan B, C und D. Wobei ich nicht weiß, welcher da jetzt welcher ist. Was ist eigentlich "Plan A"? Mein Wunschplan? Oder der wahrscheinlichste? Hm.

Naja, ich werd's euch wissen lassen, spätestens am Sonntag. Auf keinen Fall werde ich das ganze Wochenende hier herumsitzen... Vor allem nicht, da ich jetzt endlich mal einen g'scheiten Wanderrucksack habe. Man möchte glauben, wo ich doch relativ viel unterwegs bin, das wäre Standard. Ab jetzt ja! Dafür bin ich auch um € 79,99 leichter.

Ähem.


Ohne Fruchtfleisch.

16-May-12


Wenn das Ergebnis eines langen Tages Watte-Kopfschmerzen sind, ist das dann ein erfolgreicher Tag?
Ich habe eine Visitenkarte! Und eine ausgedruckte Stellenanzeige. Desweiteren Post-its und einen Deutschland-Schminkstift. Dinge, die man von Unternehmenstagen in der Uni eben mitnimmt. Insbesondere sehr nett, weil ich gar nicht zu dem Unternehmenstag wollte, ich wollte nur zu der Informationsveranstaltung für den Masterstudiengang. Dann habe ich doch eine kleine Runde an den Ständen vorbeigedreht und fühlte mich höchstgradig deplatziert, weil alle (ALLE!) sahen bwl-ig aus, nur ich nicht. Die hatten Halstücher um. HALSTÜCHER!!! Ich hatte einen Schal um. Mit Blümchen. Zählt wahrscheinlich nicht als Ersatz, ist mir auch relativ egal. Eine Visitenkarte plus lustiges Gespräch habe ich ja trotzdem bekommen.

Und was habe ich bei der Infoveranstaltung gelernt?

Keine neuen Dinge. Hurra.
Termintechnisch könnte es auch hier wieder knapp werden, weil ich meine Bachelornote nicht bis zum 30.09. bekommen werde. Wahrscheinlich. Ich hege die Hoffnung, dass es vielleicht doch klappt, weil das wäre ja dann alles intern und vielleicht ist meine Hochschule ja intern voll schnell. Oder so.
Hauptsache ich habe gerade die Online-Bewerbung für den Masterstudiengang ausgefüllt. Fuck yeah.

Außerdem war ich heute ein vorbildlicher Student, ich habe Dinge kopiert! Bücher! Seiten aus Büchern! Wuhu. Eine Stunde lang. Glaube ich. War ein Riesenspaß. Jetzt sollte ich das ganze noch ordnen, tackern, lesen und markieren.
Und irgendwann, ja irgendwann werde ich auch mal mit meiner Bachelorarbeit anfangen.

Swafnir und die FedCon

16-May-12

Heute erstmal wieder was aus dem Alltag – demnächst steht auch noch der diesmonatige Karnevalsbeitrag an,  aber das kommt wohl eher wieder Ende des Monats.

Also. Ich erzählte ja von meinem Auto. Das ganze Elend zog sich dann ja noch weiter hin. Da ich nicht mehr von selber zur  Werkstatt kam, musste diese das Auto dann abschleppen. Das war am 20. April, da war ich also schon 15 Tage ohne Auto. Am Montag drauf hab ich dann nen Anruf von der Werkstatt bekommen: Das Motorsteuergerät war hinüber (nix von wegen Schlüssel nicht erkannt…). Kostenpunkt: 600 Euro. Ich fragte dann, ob sie nochmal den Rest des Autos durchsehen können, das tat der Mensch dann und rief mich wieder an: 2.000 Euro kämen auf mich zu, wenn ich im November nochmal durch den TÜV will. Ähhh, ja nee. Schon gar nicht bei nem Wagen, der nur noch ca. 1.000 Euro wert ist…

Nun, wie es sich ergab, hatte ich ein paar Tage vorher gehört, dass mein Schwager immer noch einen Käufer für seinen VW Polo sucht. Seit Anfang März kriegte er das Auto nicht verkauft und die Info, dass mein Auto relativ hinüber ist, kriegte ich exakt am Montag vor dem Wochenende, an dem meine Eltern + Omas und Schwester mich in Hamburg besuchen wollten (und mir das Auto also mitbringen konnten). Tja. Wenn das Schicksal schon nicht mehr mit Zaunpfählen, sondern mit Telegrafenmasten auf einen einschlägt, muss man wohl kapitulieren ;)
Und so nenne ich nun einen 3,5 Jahre alten Polo mit Dieselmotor, unglaublich niedrigem Verbrauch und Sitzheizung (supergeil!!) mein eigen. Weiß isser. Hab ihn “Swafnir” getauft :)

War natürlich etwas teurer, das ganze, aber naja, für sowas hat man ja Geld zurückgelegt und meine Eltern haben sich netterweise auch noch dran beteiligt.

Überhaupt, Geld. Im Moment bin ich ständig pleite. Im April hab ich für 270 Euro Klamotten und Schmuck bestellt, dazu kam noch der restliche Kram für mein Steampunkoutfit (nochmal 130 Euro), außerdem war ich viel unterwegs, Kino, Essen gehen, etc. Tja, und jetzt über das lange Himmelfahrtswochenende bin ich ja auf der FedCon, wo es vermutlich auch nicht direkt billig werden wird. Flug, Hotel und Ticket hab ich zum Glück schon vor Monaten bezahlt, bleibt jetzt “nur noch” das Geld für Essen vor Ort, Autogramme, Fotos, Getränke….nicht zu vergessen die 90 Euro für die 3 T-Shirts, die ich bei redbubble bestellt habe. Yay. Im Juni muss ich dann irgendwie mal wieder ein bisschen sparsamer sein….zum Glück ist da nur die NordCon und die ist günstig ;)

Heute abend geht es jedenfalls los. 20:20 Uhr geht mein Flug gen Düsseldorf, vorher muss ich noch 4 Stunden arbeiten, nach Hause, was essen, zu Ende packen, noch ein paar Sachen ausdrucken und dann gehts ab zum Flughafen. Auf dem Weg nach Düsseldorf hoffe ich, schonmal ein gutes Stück dieses schlechten Buches zu schaffen. Warum? Das erzähle ich euch demnächst *grins*

Ich bin sehr gespannt auf die FedCon, da ich bisher noch nie auf einer großen Convention war. Klar, schon diverse Male auf der NordCon, aber das ist ja eine Rollenspielcon und wesentlich kleiner und ohne irgendwelche superbekannten Stargäste etc. Auf der FedCon sind dieses Jahr echt einige sehr bekannte Schauspieler. William Shatner z. B.  Und Richard Dean Anderson. Blöderweise kenn ich von beiden mal so gar nichts *hust* Grade wünschte ich ja, ich hätte in meinem Leben wenigstens eine einzige Folge StarTrek gesehen. Oder Stargate. Oder irgendwas anderes mit “Star”… (okay, Star Wars kenn ich immerhin). Aber egal, Hauptsache, ich kann Felicia Day sehen.

Nebenher kommen noch jede Menge nette Menschen aus “dem Forum (TM)”, was natürlich auch schonmal toll ist. Und es gibt ein Gruppen-Whovian-Foto. Und vermutlich Avengers-Make-up. Und hab ich schon Felicia Day erwähnt…?

So, genug gelabert. Ich bin sehr gespannt und werde dann berichten, wie es so war. Außerdem gibts dann nächste Woche hoffentlich noch den Beitrag zum RSP-Karneval. Und die Ankündigung, wo man mich demnächst per Video bewundern kann. Na, is das was? Siehste…

Allen da draußen ein schönes (langes) Wochenende!


Damit hätte ich nicht gerechnet…

15-May-12
Da suche ich am Beginn des Semesters nach Freigegenständen.
Ich finde eine VO die sich echt super anhört und echt viele Punkte bringt (wenn man denn die Prüfung besteht!).

Das Geschlecht des Bösen
Dazu muss ich sagen, dass diese VO von der Theologischen Fakultät veranstaltet wird!!
Ja genau, von der Theologie!!
Was ist jetzt da so schlimm? Man denkt sich halt: "ja gut ein paar Bibelzitate hier, was kirchengeschichtliches da, und die Sache hat sich."
Weit gefehlt.

Wir haben da bis jetzt 5 Filme angesehen bzw. analysiert, wo ich sagen muss: WOW!
Damit habe ich nicht gerechnet!!

Beginnen wir mal mit der Passion Christi von Mel Gibson.
Ich finde ja, der Film ist ziemlich harter Tobak und nicht leicht zu verdauen.
All zu schlimm waren die gezeigten Szenen nicht, da kann ich mich an schlimmere aus dem Film erinnern.
Das "Böse" wurde hier ja eher von Mel Gibson dazugedichtet. Habe einiges über die Bibel erfahren, was ich bis dahin noch nicht wusste (nur so nebenbei).

Dann kam End of Days mit Arnold Schwarzenegger. Tja, da muss ich dann nix mehr dazu sagen, weil das ja schon für sich selbst spricht: Film mit Arnie! Allein sein englisch (haben die Filmausschnitte nämlich auf englisch gesehen) - ein Horror. Zum Glück sagt er nicht viel.
Das "Böse" als hübscher Börsenmakler ist ganz klar zu erkennen.

3. Film, und bei dem hat es mir teilweise schon eine Gänsehaut den Rücken runter gejagt, Pans Labyrinth.
Also wenn da der Hauptmann einem Partisanen mit ner kaputten Flasche das Gesicht einschlägt und dann herausfindet, dass der Typ wirklich nur jagen war, dann gehts einem schon nicht mehr so gut.
Dann folgt der Menschenfresser. Die Augen und seine Haut, wie der sich bewegt...einfach gruselig!!
Zum Ende wird dann noch das kleine Mädchen erschossen (Sorry, falls ich jemanden das Ende veraten habe) und sie kommt in das Reich ihres Vaters. Der Hauptmann stirbt (na immerhin - böse wie ich bin).

4. Film: The Graduate (zu deutsch: Die Reifeprüfung).
Jetzt fragt man sich: "Was hat der Film mit dem Geschlecht des Bösen" zu tun?"
Kann ich euch sagen. Schonmal Mrs. Robinson genauer betrachtet, wenn der Benjamin ihre Tochter vom Altar wegholt. wie sie da die Zähne fletscht und mit dem Leopardenfell auf den Schultern...
Nicht gerade die typische, glückliche Mutter, oder?

Last but not least: heutiger Film: Basic Iinstinct.
Ja genau, der Film indem Sharon Stone ihre Beine übereinanderschlägt und man ziemlich klar sieht, dass sie keine Unterwäsche trägt.
Hier fand ich die Reaktion der Männer ganz toll. Ach der eine hätte bald zu sabbern angefangen (wie die Mänenr halt so sind).
Zum Schluss war ich echt felsenfest davon überzeugt, dass sie den Douglas abmurkst, aber nix da, der Eispickel bleibt unterm Bett.

Nächste Woche kommt es dann ganz dick mit: Antichrist.
Owe!
Die Prof meinte am Ende der VO, wer nicht so gut mit ganz offener Gewaltdarstellung zu Recht kommt, sollte lieber der VO fern bleiben.

Wenigstens hat sie uns vorgewarnt.

Mhm, so weit zu diesem Thema.

Bis zum nächsten Mal!

some galaxy speed paint and clothing training good night

14-May-12

some galaxy speed paint to relax


clothing training

some galaxy speed paint and clothing training

good night

Circumstances

14-May-12
...ein Wort, das ich heute schon 5x erklaeren musste. Denn heute war spannend! Ich durfte die 7. Klasse, also die 15-Jaehrigen, unterrichten und ihnen ein recht kompliziertes Gedicht naeherbringen. Die Sprache ist dabei eine Herausforderung, denn ihnen sind viele Vokabel unbekannt. Ich versuche mein Bestes, Mimik und Gestik einzusetzen, was ein bisschen unfair ist, da in der Klasse 3 stark seheingeschraenkte Schueler sitzen - eine Herausforderung fuer mich! Aber Herausforderungen sind grossartig, denn sie machen meinen Alltag interessanter. Morgen geht's weiter und ich werd mich heut Abend noch in die Planung stuerzen!
Wie anders der Kulturkreis hier ist, hab ich gemerkt, als einer der Schueler mich nach der Bedeutung des Vokables bible gefragt hat. Ausserdem stehen die Schueler immer auf, wenn sie eine Frage beantworten, und erwarten offenbar, dass man ihnen danach sagt, dass sie sich wieder setzen duerfen. Das hab ich erst ueberrissen, als schon 3 Schueler gestanden sind.

Die ganze Woche durch darf ich Dolmas Klasse unterrichten, denn als Schuldirektorin hat sich momentan eh sehr viel organisatorisches zu tun. Fuer mich ist es erstens die perfekte Abwechslung zu meiner Bastelei (jetzt gerade Karten mit Schmiergelpapierbuchstaben, die die kleinen mit der Hand nachfahren koennen) und zweitens lerne ich natuerlich wieder mal einiges.
Damit auch meine Abende ausgefuellt sind, hab ich Anu, einer blinden Schuelerin, versprochen, ihr zumindest jeden zweiten Tag Nachhilfe zu geben. Sie will ausserdem einen Artikel ueber ihre Erblindung schreiben und darueber, wie fuer sie ein neues Leben begonnen hat, als sie ins Mahabodhi Centre aufgenommen wurde - dabei soll ich ihr helfen. Ich freu mich schon drauf!

Nach dem Ausflug am Wochenende und einem sehr entspannten Sonntag ist mir eine vollgesteckte Woche sehr willkommen.
Gestern war jedenfalls auch interessant: Der Moench, der das Centre gegruendet hat, ist von einer grossen Rundreise rueckgekehrt und wir waren alle um 7 Uhr gestellt, um ihn zu begruessen. Er ist sogar stehengeblieben, um ein paar Worte mit mir zu wechseln. Ich fuehl mich da immer so unverdienend, denn ich bin doch wirklich nicht wichtig.
Ja und dann war grosse Puja ((Puja ist eine Mischung aus buddhistischem Gottesdienst und Meditation).). Nach den ganzen Meditationen und so hat einer der Moenche mich und Mariana vorgestellt und uns nach vorn gebeten. Zuerst Mariana, dann mich. Ich bin wieder mal ganz hinten im Eck gesessen und musste drum schon wieder den Mittelgang entlang. Vorne hat er uns einen Gebetsschal umgehaengt und uns dann ein Mikro in die Hand gedrueckt und um ein paar Worte gebeten. Na toll! Eine Ueberraschungsansprache! Mariana war zum Glueck vor mir dran und ich konnte mir ein paar Gedanken zurechtlegen. Die Schueler fanden's jedenfalls lustig, als ich gemeint hab, ich sei ein bissl nervoes und ueberrascht, weil mir keiner gesagt hat, dass ich eine Rede halten muss. Es war jedenfalls eine schoene Erfahrung, und als ich den Moench dann geruegt hab, hat er verschmitzt gelaechelt und gemeint "surprises are sometimes better".


Was gibt's sonst?

  • Mittlerweile stehe ich gerne um 5:30 auf - endlich hab ich wieder einen ordentlichen Schlafrhythmus! Vielleicht kann ich das beibehalten, wenn ich nach Hause komme. (Oder sagen wir 7:00, man muss ja nicht uebertreiben).
  • Meditation ist mittlerweile ein fixer Bestandteil meines Tages - schliesslich klopft taeglich um 6:00 ein Maedel an meine Tuer "Ma'am, are you coming to Puja?" Da sag ich dann nie "nein". Vor allem, da sie langsam lernen, mich mit Vornamen anzureden. Ich hoffe uebrigens, dass ihr euch alle so gegen 3 Uhr morgens sehr geliebt und gluecklich fuehlt, denn wenn nicht, mach ich irgendwas falsch. (Die zweite Form der Meditation, wo man sich nur auf den Atem konzentrieren soll, gelingt mir eh nicht. Entweder schweifen meine Gedanken ab, oder ich beginne, muede zu werden). Jedenfalls will ich auch das beibehalten, denn es entspannt extrem.
  • Ich hab bestimmt schon 3kg abgenommen, da ich nur 3 sehr gesunde Mahlzeiten zu mir nehme und Suessigkeiten sowie Kaffee komplett gestrichen sind. Auch das laesst sich vielleicht dann beibehalten. Ausserdem mach ich viel Bewegung, denn der Mahabodhi Campus ist weitlaeufig: die einzelnen Gebaeude sind mindestens 300m voneinander entfernt und zum meditation centre ist es gar ein guter Kilometer. Die naechst-gelegene Ortschaft liegt zwar in Gehweite, aber das heisst in Kristy-Tempo querfeldein 25 Minuten. Faul bin ich also nicht. (Die Ladakhis verstehen eh nicht so ganz, wie man so viel Freude am Gehen haben kann).
  • Luxus lerne ich ganz neu zu schaetzen: heisses Wasser und Strom auf Knopfdruck beispielsweise. Eine Waschmaschine. Einen Teekocher. Internet. Aber es geht tatsaechlich auch sehr gut ohne, und das zu sehen tut echt gut. (Ausserdem hatte ich beileibe schon schaebigere Unterkuenfte, und das in Europa!) Vielleicht kann ich auch davon irgendwas in mein Leben zuhause einfliessen lassen. (Den Boiler und die Waschmaschine behalt ich aber!)
  • Und zuletzt kultiviere ich seit einer Woche effizient den Socken-in-Sandalen-Look, da man so oft die Schuhe ausziehen muss, dass ich begonnen hab, meine heissgeliebten Bergschuhe zu verfluchen. Und ohne Socken ist es zu kalt. (Sollte ich beginnen, auch das zuhause durchzuziehen, schlage mich bitte jemand)

Es geht mir also nach wie vor gut, auch wenn ich ein bisschen das Gefuehl habe, dass ich dort mehr lerne als ich lehren kann! Aber vielleicht empfind das eh nur ich so...

Lebensabschnittsgefährten.

13-May-12

Obwohl dieser Gutschein schon fast zwei Jahre alt ist, benutze ich ihn doch relativ selten, weil mir das bei so Kleinbeträgen (2,60 Euro für den Standard-Sonntag-Latte-Macchiato) eher komisch vorkommt. Heute aber wurde er wieder benutzt (Latte Macchiato UND eine Kugel Joghurt-Eis, fuck yeah!) und dabei ist mir aufgefallen:
Von den drei Pärchen, die auf der Rückseite unterschrieben haben, ist keines mehr aktuell zusammen. Und ich habe nur mit den weiblichen Teilen der Ex-Pärchen noch Kontakt.

Road Trip to Nubra

12-May-12
Wir wollten ins Nubratal. Mariana, Ivonne und ich (die 3 Volontaerinnen).
Damit der Preis sinkt, hat der Organisator der Reise einen Flyer in sein Reisebuerofenster gehaengt, in der Hoffnung, noch 2 reisewillige Menschen zu finden. Daraus wurden dann 4. 
In Anbetracht der Tatsache, dass wir eine sehr lange Fahrt vor uns hatten, waren wir nicht sonderlich begeistert von der Idee, uns zu siebt (plus Fahrer) in einen Jeep zu quetschen, aber was soll's. Man will ja niemanden ausladen.

Wir treffen die Reisegruppe in Leh. Mit uns fahren ein Inder aus Mumbai mit seinem 10-Jaehrigen Sohn (in Hinkunft "die Inder" genannt, weil ich mir die Namen nicht merken konnte) und Jay (Inder aus Delhi) und Tim (Ami, der in Delhi lebt und arbeitet). Inder mit Sohn ist top-gestyled, oder eher over the top, und sahen zudem aus, wie einer Karikatur entsprungen. Ich nehme mir die Freiheit heraus, das zu sagen, weil ich mich noch sehr ueber sie aergern werde. So wie auch der Rest der Truppe. Ich hatte eben schon so eine Vorahnung.

Das erste Problem ist gleich mal die Sitzverteilung. Wir drei Maedels beschliessen, dass wir uns gern nebeneinander quetschen, dafuer aber die mittlere Sitzreihe wollen. Die die hinten sitzen muessen, sind davon vorerst nur maessig angetan, da die hintere Reihe einfach zu eng ist, aber alle reissen sich zusammen.
Zu aller Ueberraschung lockert sich die Atmosphaere bereits nach 5 Minuten, als Jay flau im Magen wird und ich beginne, Brot umzuverteilen. Alle anderen machen munter mit und bald essen wir Marillenkerne, getrocknete Marillen, Kekse und was die Rucksaecke so hergeben. Die Inder halten sich raus. 
Schnell sind wir alle mitten im Gespraech ueber alle moeglichen Dinge: Politik, Reisen, Laender etc und die Zeit verfliegt. 

Nach nicht allzu langer Zeit kommen wir am Khardungpass an, dem hoechsten befahrbaren Bergpass der Welt (5600m) mit dem hoechstgelegenen Cafe der Welt. Ausserdem mit viel Schnee. Jay ist ganz baff. Er hatte noch nie in seinem Leben Schnee gesehen! Ich schenke ihm einen Schneeball, den er voller Begeisterung auf Tim wirft. Spaeter pfluecke ich ihm noch einen Eiszapfen, denn von denen ist er noch faszinierter, und er freut sich wie ein kleines Kind!
Auch ich fuehle mich auf dem Pass sofort wohl und klettere zum hoechsten Punkt. Mit Bergschuhen alles kein Problem. Wir trinken 1, 2, 3 Becher suessen heissen Tee um uns aufzuwaermen und weiter geht's. 

Die Strassen sind eng (2 Autos nebeneinander geht teilweise nur mit eingeklappten Spiegeln), gewunden und steil. Unser Fahrer muss unser Vertrauen erst gewinnen, doch er macht das ganz gut. Vor jeder Kurve hupt er - viele andere tun das nicht. Dennoch entsteht Unruhe im Auto, da Mariana teilweise glaubt, ihm Tipps geben zu muessen. Er nimmt's halbwegs gelassen - aeusserlich.
Das Autofahren ist hier sowieso so eine Sache. Die Hupe ist das wichtigste Instrument und man gebraucht sie staendig. Das hat den Effekt, dass eh keiner mehr drauf hoert. Vor allem die Kuehe und Hunde zeigen sich gaenzlich unbeeindruckt. Es herrscht Linksverkehr, doch um das festzustellen, habe ich eine Weile gebraucht: Man faehrt da, wo die Strasse am besten ist. Sollte das mal die rechte Seite sein, ist das auch kein Problem. Ueberholen geht sowieso immer und ueberall - auch egal, auf welcher Seite. Ja und die Strassen sind freilich in einem Topzustand. So gleicht die Passstrasse teilweise einem schlaglochuebersaeten Feldweg - Massage inkludiert. Waer ja langweilig sonst.

Schliesslich kommen wir nach vielen Serpentinen nach Khalsar - das zweite Dorf nach dem Pass. Ivonne waehlt unbewusst ein Restaurant, an dessen Fenster ein weltweitwandernsticker klebt. Der Mann, der es betreibt traegt an seinem Hals dasselbe Bandana wie ich und wir kommen ins Gespraech. Er ist der Bruder desjenigen, der das Reisebuero betreibt, durch dessen Mitarbeiter ich im Mahabodhi Centre gelandet bin. Ladakh ist halt ein Dorf. 
Wir essen dort mal gut. Die Hundedichte in Khalsar ist allerdings etwas stoerend - sie kommen sogar an den Tisch betteln. Doch die Koechin ist gewitzt und uebergiesst sie kurzerhand mit Wasser, woraufhin sie die Flucht ergreifen. Andere Leute sind weniger nett und werfen Steine. So auch der kleine Inder (1. Minuspunkt. Den zweiten heimst er ein, als er Muell aus dem Fenster wirft und daraufhin von Mariana geruegt wird).
Dann geht's weiter nach Hunder, wo wir uns wegen eines ploetzlich aufkommenden Sandsturms zuerst mal auf Herbergssuche machen.

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Exkurs
Das Nubratal ist wunderschoen: auch hier wird ein breites Tal von Bergen gerahmt. Diese erinnern mich stark an Snowdonia in Wales. Nubra ist angeblich gruener als Ladakh, aber dafuer waren wir wohl noch zu frueh dort. Ausserdem gibt es dort Sandduenen, die in heftigem Kontrast zu den Bergen ringsum stehen. Aufgrund der Naehe zu Pakistan auf der einen und China auf der anderen Seite braucht man dafuer ein spezielles Visum, das man in jedem Reisebuero ausstellen lassen kann. Viel gibt's dort ausserdem nicht zu sehen: 3 oder 4 Kloester, Kamele mit 2 Hoeckern und schoene Landschaft. 
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Jedenfalls, zurueck zur Herbergssuche: Der Fahrer chauffiert uns ungefragt ins teuerste Hotel. Das wollen wir nicht und es entbrennt eine Diskussion. Missmutig gibt er schliesslich klein bei und fuehrt uns zu noch 2 anderen. Wir verfahren uns dabei staendig und manche Gruppenmitglieder werden hoechst unrund. Schliesslich finden wir ein schoenes Guest House, das von einem extrem aufmerksamen und lieben Ladakhi betrieben wird. Dort bleiben wir. Ich bin froh, dass endlich niemand mehr meckert.
Wir besichtigen noch das von aussen baufaellig, doch von innen sehr gemuetliche kleine Kloster, spazieren ein bisschen herum und kehren schliesslich zum Guest House und einem vorzueglichen Abendessen zurueck. Die Gespraeche sind grossteils nett. Die Inder bringen sich kaum ein und wenn der Indervater mal was sagt, dann gibt er mit irgendetwas an. Zum Beispiel damit, dass die indische Regierung, fuer die er arbeitet, ihm die Reise zahlt, oder irgendwelchen anderen Kleinigkeiten. Mariana (die von den Indern genervt ist) und die Inder (die an unserer Konversation uninteressiert sind) ziehen sich nach dem Abendessen zurueck und Tim, Jay und ich sitzen bei Rum zusammen, bis die Diskussion zu politisch wird und wir beschliessen, es besser sein zu lassen.

***

Der naechste Tag wurde gruppendynamisch so richtig spannend. Die Inder wollten unbedingt Kamelreiten gehen. Ich irgendwie auch, doch es war mir relativ egal. Die andern wollten nicht. Die Inder sind allerdings nicht sehr gespraechs- und kompromissbereit. "ich will" = "wir alle werden" und da gibt's keine Diskussion. Dachten sie. 
Zuerst waren wir ja noch kompromissbereit und waren alle Kamelreiten. Die Landschaft ist auch atemberaubend und so ein Kamel ist schon ein lustiges Tier. Ich bevorzuge dennoch Pferde.
Die Zeit rannte wie auf einem Dalibild (es gibt auf dieser Tastatur auch keine Akzente) und wir hatten noch etwa 2 Stunden, bevor wir uns auf den Rueckweg machen mussten.
Ein Ausflug nach Sumur bot sich an: Das lag beinahe auf dem Rueckweg, war nicht zu weit und hatte ein sehenswertes Kloster. Die Inder waren davon nicht angetan. Sie wollten lieber zu einer Heisswasserquelle, die 1,5h Fahrt entfernt lag. Wir erklaerten ihnen, dass 3 Stunden Fahrt einfach zu viel waren, dass wir zu spaet heimkommen wuerden. Noch dazu sagten mein Reisefuehrer und 3 andere verlaessliche Quellen, dass die Heisswasserquelle dreckig, desolat und enttaeuschend ist und niemand von uns wollte hin. Die Inder ignorierten diese Einwaende und wiesen den Fahrer in Hindi an, durch Sumur durch zu fahren - weiter zur Quelle. Wir haben das dennoch gecheckt und waren natuerlich sauer. Unsere logischen Argumente stiessen lediglich auf kindisches Unverstaendnis. Der Indervater diskutierte nicht mit uns, sondern schmollte lieber. Immerhin wollte sein Sohn zu der Quelle und fand Kloster langweilig. Also hatten die 4 anderen Reiseteilnehmer sich danach zu richten. Wir versuchten es noch ein paarmal mit Logik - v.a. da auch der Fahrer von einem Besuch der Quelle eigentlich abriet und lieber den Pass hinter sich bringen wollte, da die Wolken Schneefall vermuten liessen - doch es nuetzte alles nichts. Sie wollten lieber schmollen.

Daraufhin wurde selbst der sanftmuetige Jay boese und vertrieb den kleinen Inder von seinem Sitz an der Front, den er seit dem Vortag okkupierte. Wir 4 verschworen uns nun gegen die Inder und beschlossen, dass der Vordersitz einem Rotationsprinzip unterzogen werden sollte. So hielten wir es auch. Dass der kleine Inder nach jedem Stopp wieder den Vordersitz beanspruchen wollte, juckte uns wenig. Wir waren mittlerweile echt alle boese. Das hing auch damit zusammen, dass die Inder immer, wenn sie das Auto verliessen, die Tuer hinter sich schlossen, anstatt die auf der Rueckbank gefangenen Fahrgaeste durch's Vorklappen des Sitzes zu befreien (das von der Rueckbank aus kaum moeglich war). 

Naja. Tim, Mariana, Jay und ich nahmen's dann schon mit Humor und Sarkasmus und hatten trotz allem unseren Spass. Nachdem Nettsein nicht funktionierte, liessen wir's einfach bleiben.

Das Ende der Geschichte: Die Inder beschwerten sich beim Organisator der Reise und verlangten, nie wieder mit Auslaendern in ein Auto gesteckt zu werden. Der Rest von uns hatte Freundschaft geschlossen und wir tauschten Emailadressen aus, sodass ich Tim auf seiner Teeplantage in Sri Lanka besuchen kann, wenn er dann dorthin zieht, oder um mir Reisetipps von Jay zu holen. Und natuerlich, um Fotos zu tauschen.

Alles in allem war der Ausflug hoechst wertvoll - vor allem, um Gruppendynamik zu beobachten!